Archive for Juni 2008

Schwerpunkt Mobile: Was ist Mobile Marketing

Juni 2nd, 2008

Unter Mobile Marketing versteht man alle Marketingmaßnahmen unter Verwendung von mobilen Endgeräten. Während es dabei früher hauptsächlich um das sogenannte SMS-Marketing ging, haben sich die Möglichkeiten mittlerweile deutlich ausgeweitet.

Drei Varianten lassen sich unterscheiden: Mobile Direct Response Marketing, Mobile Permission Marketing und Mobile Advertising.

Unter Mobile Direct Response Marketing werden alle Maßnahmen zusammengefasst, bei denen der Nutzer selbst aktiv wird: das kann das Einschicken einer SMS, das Einschalten von Bluetooth oder auch das Abfotografieren von Bildern und Verschicken via MMS zur Einlösung digitaler Coupons sein.

Mobile Permission Based Marketing ist ein Push-Instrument: Mit der Zustimmung des Endkunden werden ihm Botschaften via SMS oder MMS auf sein Endgerät geschickt. Er kann so etwa über Neuigkeiten oder spezielle Angebote informiert werden.

Stark im Kommen ist das so genannte Mobile Advertising. Hierzu zählt in erster Linie Display-Advertising, also Banner-Werbung im mobilen Internet. Gerade Mobile Advertising trägt das Potenzial in sich, mobile Werbung zum Massenphänomen zu machen. Beginnend 2006 wurden die aus dem stationären Internet bekannten Werbeformen auch auf das Handy gebracht. Davon erhoffen sich alle Marktteilnehmer die neue Ausbaustufe zur massentauglichen mobilen Werbung. Etablierte Werbeformen wie Banner, Textlinks oder kommerzielle Audio-und Bewegtbild-Spots werden verstärkt zum Einsatz kommen.

In der Wertschöpfungskette für Mobile Marketing kann eine Vielzahl von Unternehmen beteiligt sein: dazu gehören neben dem Werbetreibenden, die Kreativagentur, der technische Dienstleister (Mobile-Marketing-Enabler), ggf. Content-Provider (für Spiele, Musik, Webinhalte), Netzwerk-Aggregatoren und Mobilfunk-Anbieter.

Mit Mobile Advertising als Wachstumsmotor sollen sich die Werbeausgaben für Mobile Marketing 2010 auf rund 600 Millionen Euro belaufen. Dann soll das Mobile Advertising bereits knapp die Hälfte aller mobilen Werbeausgaben auf sich vereinigen. Heutzutage macht das klassische Mobile Direct Response Marketing (SMS/MMS) noch den größten Teil der Umsätze aus.

Mobile Websites, Spiele oder Videos werden auf den mobilen Endgeräten zum Standard. Marktkenner prognostizieren einen klaren Trend zu mobilen Videoplattformen, auf denen Nutzer selbstgedrehte Filme direkt mit dem Handy hochladen können. Alle großen Web 2.0 Player arbeiten bereits an mobilen Pendants ihrer Plattformen.

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Schwerpunkt Mobile: Interview mit Mark Wächter

Juni 2nd, 2008

Für den Newsletter der online-marketing-düsseldorf haben wir ein Interview mit Mark Wächter zum Schwerpunktthema Mobile Marketing geführt. Mark Wächter ist Inhaber von MWC.mobi und Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW).

Frage: Wann kommt denn nun der massentaugliche Durchbruch für Mobile Marketing?

Mark Wächter: Der Erfolg des Mobile Marketing ist eng verknüpft mit der Verbreitung des mobilen Internets. Ich rechne spätestens für 2009 mit dem Durchbruch für das mobile Internet. Etwa 20 Prozent der im Markt befindlichen Endgeräte sind UMTS-fähig und ermöglichen somit den breitbandigen mobilen Zugang zum Internet: 18 Millionen Deutsche könnten heute schon mobil surfen. Für die kommenden beiden Jahre bis 2010 steht dann der Durchbruch für das Mobile Marketing bevor, insbesondere durch Mobile Advertising. Die Grundlagen sind also gelegt.

Frage: Was muss jetzt noch passieren?

Wächter: Es kommt jetzt darauf an, dass die Tarifstrukturen nutzerfreundlicher werden. Sobald das mobile Surfen via Flatrate erschwinglich wird, ist eine der großen Barrieren gefallen. Einige Ansätze dafür gibt es ja schon.

Frage: Viele werbetreibende Unternehmen zögern noch mit dem Einsteig ins Mobile Marketing. Was bringt Werbern heute ein mobiles Engagement? Wo liegen die besonderen Stärken des Mediums Mobile?

Wächter: Erst seit zwei Jahren ist das Mobiltelefon auch für die Mediaplaner ein ernst zu nehmendes Thema. In aktuellen Kampagnen wirken vor allem die Verknüpfungen aus Klassik und Digital. Das Handy ist heute schon das am meisten verbreitete Endgerät – weit vor TV oder Internet. Es ist ständig dabei und immer an. Zudem ist die Nutzung via Mobile Targeting im Sinne eines Ego-Targetings individuell nachvollziehbar. Mobile Endgeräte ermöglichen die Live-Messung der Erreichbarkeit und das Handy garantiert eine hohe Erreichbarkeit sowie einen starken Impuls. Wer in Zukunft die Zielgruppen erreichen will, muss auch mobil präsent sein.

Frage: Was müssen werbetreibende Unternehmen nun von sich aus leisten?

Wächter: Das mobile Internet wird nie die 1:1-Übertragung des stationären Internets sein. Die Nutzungssituation und das Nutzungsverhalten wird immer ein anderes sein. Deswegen reicht es nicht, einfach nur bestehende Webseiten auch mobil anzubieten. Die Erstellung eigener für mobil optimierter Sites ist ein Muss. Das ist und bleibt das Geschäft von Spezial-Dienstleistern. Kein werbetreibendes Unternehmen kann es sich erlauben, diese mobile Welt zu ignorieren.

Frage: Was tut die Branche ihrerseits, damit die Werbekunden endlich auf den bereits fahrenden Zug aufspringen?

Wächter: Für mehr Transparenz und Planungsgrundlagen für werbetreibende Unternehmen sorgen. Wir werden zur online-marketing-düsseldorf den Startschuss für die Reichweiten-Messung für mobiles Internet vornehmen. Einheitliche Daten bringen sowohl Kunden wie Vermarkter weiter. Dabei arbeiten wir eng mit der AGOF zusammen. Zudem werden wir den Mobile Kompass, den ersten Guide zum Medium Mobile, vorstellen.

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Hinweise für Aussteller II: Gastautoren gesucht

Juni 2nd, 2008

Sie sind DER Experte für Mobile Marketing? Sie wissen genau, welches Bannerformat die höchsten Conversions bringt? Sie haben eine Idee zu Vermarktung von Mikroformaten wie Blogs oder Twitter?

Dann sind sie herzlich eingeladen, sich bei uns als Gastautor oder Themenmoderator zu bewerben und Uhr Thema vorzustellen und voran zu treiben.

Als Gastautor tragen sie einmalig mit einem Beitrag zum Gelingen unseres Weblogs bei. Natürlich sind sie herzlich eingeladen, sich an der sich hoffentlich entwickelnden Diskussion federführend zu beteiligen.

Als Themenmoderator übernehmen Sie bis zur Messe und ggf. darüber hinaus die Begleitung eines ausgewählten Themas. Sie initiieren das Thema mit einem Impulsbeitrag, beobachten und begleiten die Diskussion in unserem Blog aber auch im übrigen Social Web.

Interesse? Dann melden Sie sich bitte bei Djure Meinen.

Weitere Hinweise für Aussteller: