Archive for August 2008

Targeting: Zeit für mehr Transparenz

August 29th, 2008

Verantwortungsvoller Umgang mit Kundendaten und Targeting-Informationen tut not

Die Chancen und Möglichkeiten ausgefeilter Web Analytics- und Customer Targeting-Technologien, wie sie auf der online-marketing-düsseldorf gezeigt werden, dürfen nicht den Blick auf ein grundsätzliches Problem unserer Branche verstellen:

Wir arbeiten mit wertvollen und sensiblen Daten, denen besonderer Schutz zusteht. Sonst steht das Vertrauen der User und Kunden auf dem Spiel. Die Datenverluste und Missbräuche in Großbritannien und jetzt auch in Deutschland sind ein klares Warnsignal. Medien und Öffentlichkeit schauen jetzt genauer hin, wenn irgendwo “Kundendaten” draufsteht. Dienstleister und Technologieanbieter sind deshalb in der Pflicht, für Sicherheit und Datenschutz zu sorgen. Und zwar nicht aus individuellem Eigennutz und Reputationsschutz heraus, sondern im Interesse der gesamten Onlinemarketing-Branche.

Ein eigentlich naheliegender, aber bislang kaum beachteter Problembereich in Sachen Datenschutz ist der Ort, an dem Analyse- und Targetingdaten gespeichert werden. Arbeiten Unternehmen mangels eigenen Know-hows mit externen Dienstleitern zusammen, geben sie nahezu zwangsläufig ein Stück Kontrolle über die Speicherung und Verwendung der Daten ab. So kann es schnell passieren, dass die sensiblen Informationen auf Servern nicht nur außerhalb des Auftrag gebenden Unternehmens, sondern sogar außerhalb des Landes abgelegt werden. Hier beginnt eine datenschutzrechtliche Grauzone, die innerhalb der Europäischen Union noch tolerierbar sein mag. Darüber hinaus aber wird es heikel.

Wenn dann bei einer externen Auswertung noch eine Aggregation über mehrere Webseiten hinaus stattfindet, sind dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet. In der Praxis ist es für den Auftraggeber nämlich kaum nachvollziehbar, wo genau die Daten “seiner” User liegen und ob sie nicht doch mit anderen Datenbeständen verknüpft und zur Profilgenerierung “queranalysiert” werden. Auch der Schutz vor Hackern und kriminellem Datenmissbrauch bleibt lückenhaft, wenn ein Unternehmen die Datenspeicherung nicht selbst in die Hand nimmt.

Dabei müssen Website-Betreiber durchaus für das geradestehen, was mit ihren Kundendaten geschieht. Sie müssen deshalb technisch wie organisatorisch dafür Sorge tragen, dass die geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Und das deutsche Datenschutzgesetz setzt enge Grenzen. So verbietet zum Beispiel das Telemediengesetz, dass die auf einer Website erfassten personenbezogenen Daten mit einem Bewegungsprofil zusammengeführt werden dürfen. Widrigenfalls drohen hohe Strafen.

Es gibt geeignete Technologien wie beispielsweise die Customer-Targeting-Lösung netmind von Mindlab, die vertrauliche Informationen anonymisiert sammeln und nutzerunabhängig auswerten. Sie arbeitet transparent zwischen Client und Server, die Daten bleiben im Unternehmen und werden nicht an externe Dienstleister oder Hoster weitergeleitet. Der Website-Betreiber behält damit die lückenlose Kontrolle über die Nutzerdaten und kann sich so seine Vertrauensstellung bei seinen potenziellen Kunden sichern.

Technologie alleine genügt jedoch nicht als Lösung. Vielmehr müssen Website-Betreiber ihre Besucher rechtzeitig und klar ersichtlich über die Datensammlung informieren und ihnen Möglichkeiten bieten, diesen Aktionen zu widersprechen. Dazu gehört auch, genau darüber aufzuklären, welche Trackingverfahren sie verwenden. Viele Unternehmen nehmen es aber damit und mit ihrer Informationspflicht nicht so genau und weisen auf das Tracking des Nutzerverhaltens lediglich an schwer zugänglichen Stellen hin. Oft genug lassen sie auch den Anwendern kaum Chancen, das gesamte Website-Angebot zu nutzen, wenn diese ihre Daten geheim halten wollten.

Insgesamt besteht noch erheblicher Verbesserungsbedarf. Technisch ist es kein Problem, mit der Website seinen Kunden hohen Nutzen zu bieten und gleichzeitig ihrem Bedürfnis nach Unverletzlichkeit der Privatsphäre zu entsprechen. Vielleicht ist die diesjährige online-marketing-düsseldorf im Lichte der jüngsten Datenskandale ein guter Anlass, dieses Thema einmal offen und konstruktiv zu diskutieren.

Über die Autorin: Susanne Köhler ist Geschäftsführerin des Unternehmens Mindlab Solutions und verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich Customer Targeting und Webanalyse. Kontakt: susanne.koehler@mindlab.de.

Eine ausführliche Vorstellung von Frau Köhler reichen wir am Montag nach.

Ausgehtipps Teil 4: Die besten Standpartys (laufend aktualisiert)

August 29th, 2008

Heute stellen wir eine Auswahl der besten Standpartys auf der online-marketing-düsseldorf vor. Diese Liste soll nicht endgültig sein, sondern sich stets und stetig verlängern und vergrößern. Allen Ausstellern möchten wir daher die Möglichkeit geben, ihre Standparty mit Termin und Details zu veröffentlichen.

Wir starten also hiermit einen weiteren Aufruf:
Teilen Sie den Bloglesern und Besuchern den Termin Ihrer Standparty mit. Eine E-Mail an info(at)styleranking.de genügt.

Und jetzt wünscht das Team vom Partyscout styleranking viel Spaß mit den ersten, heißen Tipps…

Die Anaconda. Retro-Lounge mit Clubatmosphäre.
Die Anaconda. Retro-Lounge mit Club-Atmosphäre.

Am Vorabend der Messe veranstaltet ValueClick ein Kick Off Event in der Anaconda Bar. Wir haben die Bar bereits im Bericht über die besten Bars und Lounges in Düsseldorf beschrieben. Die Electric Lounge im Retro-Stil liegt inmitten der Altstadt. Hier werden Sie am Dienstag, 16.09.2009 ab 21.30 Uhr von ValueClick herzlich empfpangen und können sich auf die Messe einstimmen. Anmeldung erforderlich unter Valueclick-events.de/omd2008.

Kick Off Event / ValueClick
Anaconda Electric Lounge

Andreasstrasse 11
Altstadt
40213 Düsseldorf
Dienstag, 16.09.08
ab 21:30 Uhr

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Ebenso lädt der Online-Marketingdienstleister ValueClick zu seiner großen Standparty am Mittwoch, dem ersten Messetag bereits ab 16:30 Uhr ein. Es gibt eine Cocktail Happy Hour. ValueClick ist ein Anbieter für digitale Marketinglösungen. Das Unternehmen bietet Ad- und Mailserving, Affiliate Marketing, Online-Advertising, Preisvergleich und Lösungen für Publisher an.

ValueClick Cocktail Happy Hour
Halle 10, Stand A 70
Mittwoch, 17.09.08
ab 16:30 Uhr

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Als weitere Standparty empfehlen wir eine Stippvisite bei Omniture. Am Stand findet ab 15 Uhr ein Sektempfang statt. Kommen kann jeder Neugierige und Interessierte, der das Unternehmen näher kennen lernen möchte. Omniture ist ein Anbieter von Lösungen, mit denen Unternehmen Informationen online, offline und im Rahmen von Multi-Channel-Kampagnen verarbeiten können.

Omniture Sektempfang
Halle 10, Stand B 22
Mittwoch, 17.09.08
ab 15:00 Uhr

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Axel Springer lädt zur großen Standparty ein.
Axel Springer lädt zur großen Standparty ein.

Als einer der größten Aussteller wird auch das Team aus dem Hause Axel Springer (Axel Springer Media Impact, first:media, Zanox, immonet.de, Computerbil.de, eprofessional) mit seinen Besuchern und Gästen feiern. Bei einer großen Standparty bietet die Standgemeinschaft Axel Springer Drinks, Music and More in entspannter Lounge-Atmosphäre. Für die passenden Sounds sorgt der Resident-Dj der Puro-Lounge aus Berlin.

Axel Springer
Halle 10, Blockstand A32, A22, B21
Mittwoch, 17.09.08
ab 17:00 Uhr

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Die Business Advertising GmbH aus Düsseldorf lädt zu ihrer Stand-Party ab 19 Uhr ein. businessAD ist ein verlagsunabhängiger Vermarkter von Online-Medien im Business-Umfeld. Die Vermarktung von businessAD konzentriert sich auf ausgewählte Medien aus den Bereichen Wirtschaft und Finanzen, Recht und Steuern, Mittelstand, Media und PR sowie Fachwissen. Es gibt bunte Vitamin-Cocktails, klassische Party-Cocktails und Cocktails-to-go aus der Molekular-Küche. Dafür wurden eigens prominente Düsseldorfer Bar-Keeper engagiert, die mit Begeisterung shaken, mixen und rühren.

Business Advertising GmbH
Halle 10, Stand E17
Mittwoch, 17.09.08
ab 19:00 Uhr

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Beats Beer and Business heißt es bei der After-Hour Party von webmiles. Hier erwartet die Gäste ein gemütliches Get-Together mit bayrischer Braukunst und Drinks – untermalt von Lounge-Tunes. webmiles ist eine Tochter von arvato und bietet neben den bekannten Bonusprogrammen auch E-Mail- und Display-Marketing, SEM / SEO, Affiliate-Marketing, Kampagnenmanagement- und Versanddienstleistungen, Online-Marktforschung sowie Incentivesysteme und Web 2.0-Dienstleistungen an. Neu in diesem Jahr: webmiles übernimmt eine Guided Tour im Bereich Performance-Marketing und führt interessierte Besucher über die Messe. Wer an einer Tour teilnehmen möchte, meldet sich dazu im Zuge der Besucher-Registrierung einfach an.

webmiles Beats, Beer and Business
Halle 10, Stand C 60
Mittwoch, 17.09.08
17:00 – 19:00 Uhr

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Die easyAD GmbH veranstaltet eine feine Cocktailparty. Zu leckeren Mixgetränken können Kontakte geknüpft werden. Unter dem Motto „the easy way“ bietet easyAd Online-Marketing-Lösungen an. Das Websiteportfolio reicht von kleinen Special Interest-Websites bis hin zu größeren Portalen.

easyAD GmbH
Halle 10 Stand B 78
Mittwoch, 17.09.08
17:00 – 20:00

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Software-Riese Microsoft ist auf der Messe erneut mit einem gigantischen Stand präsent und veranstaltet eine Standparty die sich in den Vorjahren großer Beliebtheit erfreut hat.

Microsoft Deutschland GmbH
Halle 10 Stand B 42
Mittwoch, 17.09.08
17:30 – 22:00

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Am Stand der allesklar.com AG gibt’s ebenballs kühle Getränke und Snacks. Zu lockeren Gesprächen lädt das Unternehmen ab 18 Uhr ein. allesklar.com betreibt Portale wie meinestadt.de, meineleute.de, allesklar.de oder dukudu.de. Zum Portfolio von allesklar media gehören auch die Holtzbrinck-Nachrichtenplattformen zoomer.de und Webnews.

allesklar.com AG
Halle 10 Stand B 34
Mittwoch, 17.09.08
18:00 – 20:00

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Auch ein österreichisches Unternehmen reiht sich in die Veranstalter der Standpartys ein: Die adRom Media Marketing GmbH. adRom Media Marketing ist ein Full Service E-Mail-Marketing-Dienstleister im deutschsprachigen Raum.

adRom Media Marketing GmbH
Halle 10 Stand F 60
Mittwoch, 17.09.08
18:00 – 22:00

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Hamburg, meine Perle! Die in der Hansestadt ansässige Quality Channel GmbH feiert einen besonderen Anlass: Ihr 10-jähriges Bestehen. Daher gibt’s eine Jubiläumsparty. Der Quality Channel wurde im September 1998 gegründet und ist die Online-Vermarktungsgemeinschaft der Spiegel-Gruppe.

Quality Channel GmbH
Halle 10 Stand E 32
Mittwoch, 17.09.08
18:00 – 22:00

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Die netpoint media GmbH startet etwas später ihre Standparty: Ab 19 Uhr können auch hier Kontakte geknüpft und vertieft werden. netpoint media ist ein Dienstleister für Online-Werbung in Deutschland.

netpoint media GmbH
Halle 10 Stand E 55
Mittwoch, 17.09.08
19:00 – 22:00

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Auch die Fashioncommunity styleranking lädt zur Standparty ein: Bei Bier und Canapés lässt das Team von Partyscout styleranking mit Gästen und Kooperationspartnern den Abend ausklingen, bevor es zur großen Messeparty geht. Zwei Mitarbeiter von styleranking haben allerdings noch keinen Feierabend: Sie besuchen die anderen Standpartys und fangen einige Stimmungen für das Blog theme08 ein 😉

styleranking media GmbH
Halle 11 Stand A 38
Mittwoch, 17.09.08
17:00 – 19:00

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Und Sie??? Veranstalten Sie auch eine Standparty? Dann teilen Sie es uns kurzfristig mit, wir tragen diese hier nach: info(at)styleranking.de

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Übrigens: Weitere Insider-Tipps gibt’s hier im Überblick:

Ausgehtipps Teil 1: Die besten Restaurants in Düsseldorf

Ausgehtipps Teil 2: Die besten Bars und Lounges in Düsseldorf

Ausgehtipps Teil 3: Die besten Partys und Clubs in Düsseldorf

Predictive Behavorial Targeting: Ein Beitrag von ValueClick Media

August 29th, 2008

Behavorial Targeting wird auf der diesjährigen online-marketing-düsseldorf wieder ein zentrales Thema sein, wie Stefan Noller schon völlig richtig in seinem Beitrag geschrieben hat.

Warum ich mich ebenfalls zum Thema Targeting hier zu Wort melde? Zur diesjährigen online-marketing-düsseldorf stellt auch ValueClick Media eine neue Behavorial Targeting-Lösung mit der Bezeichnung Predictive Behavorial Targeting vor. Wie die Kollegen von nugg.ad schon richtig bemerkt haben: Behavorial Targeting ist schon längere Zeit in aller Munde!

Dennoch behaupte ich, dass es bei den einzelnen Lösungsansätzen, die es inzwischen auf dem Markt gibt, entscheidende Unterschiede in Technik und Funktion gibt. Deshalb möchte ich diesen Blog nutzen, um Ihnen den predictive-Ansatz von ValueClick Media kurz und möglichst einfach zu erklären:

Vorweg: Grundsätzlich funktioniert Behavorial Targeting immer nur dann, wenn die zugrunde liegende Datenbasis groß genug ist. Unser klarer Vorteil – natürlich auch für unseren neuen predictive-Ansatz – ist deshalb unser großes Netzwerk. Mit diesem erreichen wir 130 Millionen User auf insgesamt 13.000 Websites, was in etwa 71 Prozent der Internetnutzer weltweit entspricht. Diese Menge an Informationen ermöglicht es uns, unabhängig von externem Datenmaterial wie bspw. Nielsen Homescan arbeiten zu können. Wir müssen uns nicht auf persönliche und womöglich schnell veraltete Userangaben in Fragebögen verlassen.

Was bisher am Markt von vielen als Behavorial Targeting angepriesen wurde, war meist “nur” das sogenannte User Retargeting, d.h. ein Nutzer, der schon mit der Website in Berührung gekommen ist, kann aufgrund von gesetzten Cookies innerhalb eines Netzwerkes “wiedererkannt” und dann sozusagen vom Werbetreibenden gezielt wieder angesprochen werden (z.B. Warenkorbabbrecher).

Unsere neue und “wahre” Behavorial Targeting- Lösung, genannt “Precision Profiles” liefert eine präzise Einschätzung des Userinteresses bzw. zukünftigen Userverhaltens und funktioniert folgendermaßen: Aufgrund der hohen Reichweite des ValueClick Netzwerkes können wir Millionen von Anwendern aus den Bereichen Shopping, Preis- und Produktvergleich sowie Suchmaschinenmarketing – gemäß ihres vorherigen Surf-, Klick- und Kaufverhaltens in hunderte von Kategorien einordnen. Die anonymisierten Nutzerprofile sind dynamisch und User werden parallel mehreren Gruppen zugeordnet. Dafür sorgt ein speziell entwickelter Algorithmus, mithilfe dessen auch das zukünftige Userverhalten prognostiziert wird.

A propos Anonymität: Einen besonderes Augenmerk legen wir dabei selbstverständlich auf die Einhaltung des Datenschutzes. Im Gegensatz zu Portalen speichert ValueClick niemals personenbezogene Daten wie Namen, Telefonnummern oder eMail-Adressen in Verbindung mit Nutzerprofilen. Denn wir erheben diese Daten erst gar nicht. Die Privatsphäre des Anwenders bleibt also lückenlos geschützt.

Dies ist der Eintritt in ein neues Zeitalter des Online Marketings – der User muss die Werbung nicht mehr “ertragen”, sondern wird mit den für ihn interessanten Angeboten beliefert. Das Behavorial Targeting von ValueClick ist aufgrund seiner Methodik, in Verbindung mit der großen Reichweite und der fortschrittlichen Technologie, bisher einzigartig auf dem Markt.

Wollen Sie mehr darüber erfahren? Dann kommen Sie doch zur Key Note unseres ValueClick Europa-CEOs, Carl White. Er hält am ersten Messetag um 14 Uhr einen Vortrag in der Konferenz zum Thema: “The next stage in true behavorial targeting”. Wir würden uns natürlich auch sehr freuen, Sie an unserem Messestand begrüßen zu dürfen (Halle 10, Stand A70).

Mehr zum Autor Andreas Heintze finden Sie hier in seiner Vorstellung als Gastautor.

Gastautoren (X): Die Köpfe hinter Zieltraffic

August 28th, 2008

Immer mehr Blogs verweisen auf dieses Messeblog – doch nicht nur deswegen steigt das Interesse am Blog rapide an, sondern v.a. auch wegen des spannenden Konzepts: Die Beiträge werden durchwegs von ausgewiesenen Experten verfasst. Daher begreifen wir es als Ehre, hier ebenfalls präsent sein zu dürfen. Wir, das sind Bernd Stieber, Wolfgang Vogt sowie Werner Kubitscheck. Gemeinsam bilden wir den Vorstand der Fullservice Online-Marketing Agentur Zieltraffic AG.

Zieltraffic haben wir 2004 gemeinsam gegründet. Die Grundidee war, Online-Marketing endlich auch so anzubieten, wie es ist: Komplett messbar. So entstand die von uns als “erfolgsverantwortliches Honorarmodell” titulierte Form der Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Wir gehen mit dem Versprechen in den Markt, uns einzig für komplett messbare und realisierte Erfolge bezahlen zu lassen, beispielsweise also Neukunden oder die Vermittlung von neuen Interessenten etc. Vor dem Start der Kampagne definieren wir mit unseren Kunden hierfür einen Fixpreis. That’s it. Keine Agenturpauschale, keine anderen Fallschirme. Die Media-Leistung strecken wir vor.

Gerade am Anfang gab es durchaus Stimmen, die unser Modell kritisch betrachtet haben. Aber heute merken wir, dass immer mehr Wettbewerber in diese Richtung laufen. Kann so falsch also gar nicht sein.

Aber zurück zu uns, bzw. unserer Vorstellung. Mit der Geschäftsidee der erfolgsverantwortlichen Honorierung im Kopf verließen wir unseren damaligen Arbeitgeber PlanetHome AG und starteten als 3-Mann-Agentur. Heute, vier Jahre später, ist aus diesem kleinen Start-Up ein mehr als profitables Unternehmen geworden, mit vier internationalen Standorten, rund 50 Mitarbeitern – und weiterhin jeder Menge Spaß an der Arbeit.

Seit 2007 ist Zieltraffic eine 100%tige Tochter der Fidor AG. Da sich die Geschäftsmodelle beider Firmen perfekt ergänzen und uns Fidor im operativen Geschäft zudem absolute Freiheit lässt, haben wir in der Fidor einen super Partner gefunden.

Genug zur Firma – wer sind wir?

Ich, Bernd Stieber, koordiniere bei Zieltraffic die Fachbereiche SEM und Consulting und bin zudem unser “Vertriebler”, betreue also Marketing und Sales. Vertrieb und Internet sind absolut mein Ding – und die Arbeit als Unternehmer bei Zieltraffic daher mein absoluter Traumjob. An meine Online-Leidenschaft kommt eigentlich nur noch meine Sport- und Fitness-Begeisterung ran. Ich glaube, ich bin bei Zieltraffic so ziemlich der einzige, der bereits einen Marathon und mehrere Triathlons absolviert hat! Um in Form zu bleiben nutze ich manchmal sogar die Mittagspause, denn nach Feierabend freue ich mich auch auf meine Frau und meine drei Kinder.

Wolfgang Vogt, Werner Kubitscheck, Bernd Stieber

Ich, Wolfgang Vogt, habe schon während meines BWL-Studiums mit der Selbständigkeit geliebäugelt. Zu meiner frühen Leidenschaft für das Medium Internet kam während eines studienbegleitenden Praktikums auch meine Begeisterung für das Online-Marketing, woran mich besonders das Potenzial fasziniert, extrem zielgerichtet Interessenten zu erreichen und immer wieder neue Ideen umsetzen zu können. Bei Zieltraffic verantworte ich die Bereiche Affiliate-Marketing und SEO, sowie Web-Kreation und –Development unserer Kreativ-Abteilung zcreate. Und wenn ich mich mal nicht mit Online-Marketing beschäftige? Als echter Fan des Internets interessiere ich mich auch in meiner Freizeit für neue Entwicklungen im Web, doch auch einem geselligen Kneipenabend mit meinen Freunden bin ich nicht abgeneigt.

Das Internet hat auch mich, Werner Kubitscheck, früh und nachhaltig in seinen Bann gezogen. Hinzu kam meine feste Überzeugung, dass dem Online-Marketing die Zukunft gehört, dessen großes Potenzial man am besten in der Selbständigkeit ausschöpft. So ergriff ich ohne zu Zögern die Gelegenheit, mit Wolfgang und Bernd das Abenteuer Zieltraffic zu wagen. Ein Schritt, den ich nicht nur wegen unseres wirtschaftlichen Erfolges, sondern vor allem auch wegen dem großen Spaß, den mir die Arbeit bei Zieltraffic bis heute macht, nie bereut habe. Meine Verantwortungsbereiche bei Zieltraffic liegen in den Themenfeldern Internationalisierung, Controlling und HR sowie dem Display Advertising. Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit meiner Familie. Wenn dann noch etwas Luft bleibt, betätige ich mich sportlich, jogge an der Münchner Isar oder feile am nächsten Jahresurlaub in meinem Lieblings-Urlaubsziel Spanien.

Gastautoren (IX): Andreas Heintze, ValueClick Media

August 28th, 2008

Guten Tag liebe Fans der online-marketing-düsseldorf!

Ich – Andreas Heintze – bin seit Anfang 2007 bei ValueClick Media und im Unternehmen als Country Manager für das Mediageschäft in Deutschland verantwortlich.

Da meine persönliche Mediennutzung, egal ob Print, Radio, TV oder eben Internet schon immer extrem hoch war, hat es mich nach dem Studium der Betriebswirtschaft in die Medienbranche und seit einigen Jahren eben ins Internet “verschlagen”.

Hierbei fasziniert mich das sich ständig verändernde Marktumfeld und die – nahezu – ungebremste technische Entwicklung. Über Behavorial Targeting – mein Thema hier im Blog – dem User die zu ihm passende Werbung auszuspielen, ist für alle Beteiligten Publisher, Advertiser und Nutzer ein faszinierender Fortschritt.

Privat bin ich seit kurzem verheiratet und habe es zumindest schon zu einem Labrador 😉 gebracht, der mich bei Wind und Wetter vor die Tür bringt.

Beiträge von Andreas Heintze:
Predictive Behavioural Targeting: Ein Beitrag von ValueClick Media

Gastautoren (VIII): Will Schnabel, silverPOP

August 22nd, 2008

E-Mail-Marketing hört sich in meinen Ohren sehr nach Web 0.9 an. Umso gespannter bin ich auf den Beitrag von Will Schnabel, der sich hier erst einmal vorstellt. Sein Thema: E-Mail-Marketing im Zeichen von Web 2.0.

Hallo und Guten Tag.

Mein Name ist William Schnabel. Ich bin Vizepräsident und General Manager International Markets bei Silverpop – ein Name, der möglicherweise neu für Sie ist. Silverpop steht für einen in verschiedenen Aspekten völlig neuen Ansatz im Online Marketing.

Meine Aufgaben im Unternehmen sind vor allem die Steuerung des internationalen Geschäfts sowie die Expansionsstrategie in Europa und Asien. Zu Silverpop bin ich über Vtrenz gekommen, das 2007 von Silverpop akquiriert wurde. Bei Vtrenz – der Name repräsentiert übrigens eine spezielle Technologie zur Demand-Generierung und dem Lead-Management – war ich President und CEO.

Ich war jedoch nicht immer im Online Marketing-Geschäft tätig. Bevor ich in diese Branche kam, war ich bei dem Consulting-Unternehmen Accenture, wo ich unter anderem internationale Unternehmen bei der Implementierung von Businesstechnologien beraten habe – und dabei glücklicherweise die Gelegenheit hatte, etwas von der Welt zu sehen.

Unter anderem habe ich in Singapur, Japan und Korea gelebt – und in Deutschland. Auch wenn mein Job mich ganz gut auf Trab hält, bleibt doch hin und wieder Zeit für andere Aktivitäten. Dann schreibe und publiziere ich gerne, halte auch hin und wieder einen Vortrag, aber richtige Entspannung finde ich vor allem, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringe oder auf Reisen.

Ausgehtipps Teil 3: Die besten Partys und Clubs in Düsseldorf

August 22nd, 2008

Legendär ist die große Messeparty der online-marketing-düsseldorf. Stets bis auf den letzten Platz ausgebucht gibt es hier freie Verpflegung und die relevanten Kontakte zu den wichtigsten Ausstellern und Messebesuchern. Da die Karten für die Veranstaltung in den Rheinterassen rar sind, hat das Team von Partyscout styleranking einige Alternativen aufgetan, damit jeder zu seinem ultimativen Abend- und Partyerlebnis kommt.

Wer den lieben, langen Tag auf der Messe arbeitet, möchte abends abschalten, das Tanzbein schwingen oder mit Geschäftspartnern zu angenehmer Musik relaxen. In den ersten beiden Teilen der großen Partyscout-Serie berichteten wir hier im offiziellen Messeblog von den besten Restaurants und den coolsten Bars und Lounges in Düsseldorf. Heute möchten wir Ihnen Insidertipps zu den angesagtesten Clubs und Partys geben, die es unter der Woche in Düsseldorf gibt. Viel Spaß beim Lesen!

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Der 10nach8 Club auf dem Canoo – mit wunderbarem Blick auf den Rhein

Dienstags ab 20.10 Uhr startet das MK2 wöchentlich eine After Work-Tour mit dem 10nach8-Club. Mit wechselnden Locations wie den “Katakomben” unter dem Malkasten (Jacobistraße), dem Event-Boot Canoo (in der Nähe der Rheinterassen) und dem Rheinturm (im Medienhafen) ist das MK2 immer wieder für Überraschungen gut. Bis 3 Uhr morgens kann man das Tanzbein schwingen. Am Messe-Dienstag werden Stefan Bock & Specialguest auf dem CANOO-Boot die Turntable bedienen. Dazu gibt es leckere Drinks und ein sehr freundliches Barpersonal. Das Publikum ist angenehm und nicht zu jung, denn die Security achtet auf das Alter. Dieser Dienstag sollte auf jeden Fall genutzt werden, um den 10nach8-Club anzusehen.

MK2 10nach8 Club
Canoo (ehemals MS Rheintreue)
Robert Lehr Ufer 19
40474 Düsseldorf
Dienstags ab 20.10 Uhr – 03:00 Uhr
MK2/ Canoo bei Qype

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Rheinterrasse

Beliebte und gut erprobte Location für die offizielle online-marketing-Party: Rheinterrasse

Am Mittwochabend findet die offizielle Messeparty der Online Marketing Düsseldorf statt. Ein Muss für alle, die sich zum Kreis der Glücklichen zählen können, die eine Karte ergattert haben. Hier geht’s um Sehen und gesehen Werden – aber auch um das Vertiefen der Gespräche und Kontakte des Tages. Klientel: Crème de la crème des Online-Business.

Rheinterrasse
Joseph-Beuys-Ufer 33
40479 Düsseldorf
Tel. 0211-49777-0
Rheinterrasse Düsseldorf bei Qype

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Mittwochs ist das Stone auf der Ratinger Straße angesagt. Der bei Düsseldorfern beliebte Club im alt bekannten Ratinger Hof spielt meistens Independent, Alternative und Rock. Die Bedienungen sind flink, die Preise fair. Am Mittwoch findet die “unverschämte Party mit allen Hits von Elvis bis heute” statt. Querbeet ist an diesem lauschigen Abend musikalisch alles zu haben. Ab 21 Uhr darf getanzt werden. Drei Happy Hours inklusive.

Stone Club
Ratinger Straße 10
40213 Düsseldorf / Altstadt
0211 / 210 78 28
Stone bei Qype

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Im Herzen der Altstadt, in der Verlängerung der bekannten Andreasstraße, liegt die kleine People Clubbar.
Ein kleiner, familiärer Club, der auch mittwochs und donnerstags ab 20 Uhr feine Cocktails und Drinks mixed. Bis 22 Uhr ist Happy Hour angesagt. Meist gibt es unter der Woche ein Angebot an lokalen, regionalen, überregionalen und sogar internationalen Musik-Acts und Bands. So auch am Mittwoch der online-marketing-düsseldorf: Die Band Honig aus Düsseldorf und Jack Beauregard aus Amsterdam werden Ihr Können zum Besten geben. Am Messe-Donnerstag werden Hill, The Devil’s In The Detail und Jetlag auf der Bühne stehen. An beiden Tagen kostet der Eintritt 2,50 Euro.

People Clubbar
Kurzestraße 9
40213 Düsseldorf / Altstadt
Mi + Do ab 20:00 Uhr
Fr + Sa 21:00 – 05:00 Uhr
People Clubbar bei Qype

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Das in rot gehaltene Rosenrot besteht aus Kneipe, Bar und direktem Zugang zum hinteren Club. Es liegt direkt auf der Ratinger Straße, was zum Besuch dieser legendären Meile ebenso einlädt. Zu späterer Stunde kann man im Rosenrot bei Cocktails und Alt entspannen und auf der Tanzfläche zu House, R&B, Black Music und Dance die Hüften schwingen. Die Krönung: hier darf auf der Theke getanzt werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist akzeptabel und der Club bei den Fans der Ratinger Straße beliebt. Die Toiletten sind mit Plexiglas-Böden ausgestattet, was manch einen im ersten Moment irritiert. Kommt man früh genug, lädt die kleine gemütliche Chill-Ecke im vorderen Teil der Location zum Schnacken und Relaxen ein.

Rosenrot
Ratinger Strasse 23
40213 Düsseldorf / Altstadt
Di-Do 17:00 – 01:00 Uhr
Fr/Sa 17:00 – 05:00 Uhr
So 12:00 – 01:00 Uhr
Rosenrot bei Qype

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Die Milchbar - der Club im Club. Immer donnerstags.

Die Milchbar – der Club im Club

Immer donnerstags – und nur donnerstags – findet in den oberen Gefilden des Club 3001 die angesagte Party in der Milchbar statt. Ab 21.30 Uhr wird gefeiert. Ab ca. 23 Uhr ist die Milchbar gut gefüllt. Gäste sollten daher früher kommen, um einen Platz in der Warteschlange zu vermeiden. Die Security achtet mal mehr, mal weniger auf die Kleidung. Mit Chic liegt man nie verkehrt. Es wird tanzbare Musik gespielt: 70er, 80er, 90er – über House oder aktuelle Electro-Hits – liegen hier auf den Plattentellern. Die Milchbar liegt im Medienhafen und ist eine angesagte Location bei den Düsseldorfern. Das Publikum bewegt sich in gemischter Altersklasse im Gegensatz zu den Veranstaltungen im Club 3001: Hier tanzt das jüngere Publikum am Wochenende zu House und Electro.

3001 / Milchbar
Franziusstraße 7
40219 Düsseldorf
Tel: 0211 – 669699925
Donnerstags ab 21:30 – 03:00 Uhr
3001/Milchbar bei Qype

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Im Malkasten (gleich MK1) findet die Messe-Alternativparty für alle statt, die nicht zur offiziellen online-marketing-Party kommen können. Ausrichter ist die Berliner Online Marketing Lounge. Wie bei der großen Party, ist aber auch hier das Kartenkontingent begrenzt. Mehr als die Hälfte der 400 Karten sind bereits vergriffen. Wer noch eine Karte ergattern möchte, klickt hier.

MK1
Jacobistrasse 6
40211 Düsseldorf
Tel: 0211 353298
17.09. ab 20:00 Uhr
MK1 bei Qype

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Auch die Anaconda, die Jase Livingbar und das Pretty Vacant haben neben einer schönen Bar eine Tanzfläche. Alle drei Clubs liegen in der Altstadt und sind untereinander zu Fuß erreichbar. Die Locations werden von Düsseldorfern sehr gerne auch unter der Woche besucht.

Die Tipps vom Partyscout styleranking im Überblick:

Ausgehtipps Teil 1: Die besten Restaurants in Düsseldorf

Ausgehtipps Teil 2: Die besten Bars und Lounges in Düsseldorf.

Ausstellerportrait (VI): Wir sind smatch.com…

August 21st, 2008

… und verbessern die Internet-Produktsuche in den Segmenten Mode, Wohnen und Lifestyle. Egal ob man nach einem T-Shirt, einem Sofa oder Turnschuhen sucht, smatch.com liefert einen Überblick über diese Produkte und greift dabei schnell – und vollkommen unabhängig – auf Hunderte von Online-Shops zurück.

Zusätzlich hilft smatch.com mit verschiedenen Personalisierungs- und Community-Funktionen, aus der Vielfalt der Produkte neue Trends und die jeweils individuell passenden Empfehlungen zu bekommen (Social Shopping). Dies ist besonders hilfreich bei Produkten, bei denen es stark auf den individuellen Geschmack des Einzelnen ankommt. Die Kombination aus Suche, Empfehlung und Social Shopping in den Bereichen Mode, Wohnen und Lifestyle sorgt so gleichzeitig für ein emotionales und soziales Einkaufserlebnis und ist in der Form derzeit weltweit einzigartig.

smatch.com - Homepage

Neben den Produkten stehen die User bei smatch.com im Mittelpunkt: Sucht ein User ein spezielles Produkt, so durchsucht er immer auch die von anderen Usern angelegten Produktlisten. Dabei finden User nicht nur Antworten auf die Frage, welche Kleidungsstücke und Accessoires zusammen passen und welches Paar Sneaker im Trend ist, sondern auch Gleichgesinnte und Modebegeisterte mit ähnlichem Geschmack: Wer kombiniert welche Kleidungsstücke miteinander? Wer trägt meine Lieblingsmarken? Welche Dekos sind gerade angesagt?

Auch können sich Freunde gegenseitig bei der Produktauswahl unterstützen, in dem sie das ausgewählte Party-Outfit oder die Wunsch-Kücheneinrichtung vor dem Online-Kauf zum Beispiel an die beste Freundin senden und von dieser bewerten zu lassen. Da Inspiration auch häufig von Prominenten ausgeht, bitten wir immer wieder Sportler oder Musiker, ihre Lieblingsstyles auf smatch.com zu zeigen. Zuletzt hat uns beispielsweise die Chartstürmerin Jenniffer Kae den Style ihrer neuen Wohnung präsentiert. Aus den Stylevorschlägen aller User entsteht eine völlig neue Quelle der Inspiration.

Unser Ziel ist es, zur ersten Adresse für die Produktsuche und -empfehlung in den Bereichen Mode, Wohnen und Lifestyle werden. Wir sitzen in Hamburg und sind von der Otto Group finanziert, der weltweiten Nr. 2 im E-Commerce.

Auf der online-marketing-düsseldorf sind wir, um neue Partner für smatch.com zu finden, seien es Händler, die ihre Produkte auf smatch.com präsentieren wollen oder aber Partner für Medien- oder Marketing-Kooperationen. Ihr findet uns auf Stand C78 in Halle 10.

Noller über Nielsen: Warum nutzen Konsumdaten dem Targeting?

August 20th, 2008

Mein letzter Artikel, ich freue mich übrigens sehr über die vielen Zugriffe, behandelte die Geschichte des Predictive Targeting.

Dieses Mal wende ich mich einem aktuellen Thema zu. Vor circa zwei Wochen haben wir bei nugg.ad eine Kooperation mit Nielsen bekanntgeben können. Genauer die Kombination der Nielsen Homescan Daten mit dem nugg.ad Targeting System.

Nun haben uns ein paar Nachfragen erreicht, wie denn dieser Ansatz – Offline Panel-Daten in eine Online-Targeting System zu integrieren – funktioniert. Und was soll das überhaupt und was ist überhaupt ein Scanner-Panel…

Von daher werde ich mal versuchen in diesem Beitrag diese Fragen zu beantworten:

Was ist ein Scanner-Panel?

Marktforscher versuchen in Panels ideale Forschungs-Situationen herzustellen, indem nach einem bestimmten Verfahren Leute eingeladen werden, an dem Panel teilzunehmen. Üblicherweise wird man dafür auch “incentiviert”, also mit Bonuspunkten oder kleinen Geschenken und Verlosungen o.ä. zur Teilnahme motiviert.

Es wird dabei versucht, das Panel so zu rekrutieren, dass ein möglichst getreues Abbild der Bevölkerung entsteht – das Panel ist dann repräsentativ.

Der riesige Vorteil eines solchen – sorgsam aufgebauten und gepflegten – Panels ist die Tatsache, dass es valide Hochrechnungen auf die Gesamtbevölkerung zulässt. Wenn man also weiß, dass 10 Prozent der Panel-User sich für einen Geländewagen interessieren, kann man davon ausgehen, dass es auch 10 Prozent Potential in der Gesamtbevölkerung gibt.

Marktforschungspanels haben in der Regel mit zwei Grundproblemen zu kämpfen. Zum einen ist es häufig sehr schwierig eine gute Repräsentativität dauerhaft aufrechtzuerhalten. Wirklich gute Panels, denen das gelingt, sind teuer und selten. Und dadurch dass die Hochrechnung jeglichen Effekt verhundertfachen wird, sind selbst kleinere Fehler in der Zusammensetzung manchmal schon fatal.

Zum anderen ist es schwierig den Panelisten wirklich valide Informationen zu entlocken. Das ist an sich ein generelles Problem der Marktforschung über das aber nicht gern gesprochen wird. Die Gründe für nicht valide Antworten von Panelisten sind vielfältig. Eigentlich wird selten wirklich gelogen (das wäre zu aufwändig), es ist vor allem so, dass die erfragte Selbsteinschätzung sich häufig erschreckend wenig mit dem tatsächlichen Verhalten deckt. Wenn man also z.B. Leute fragt, “Für welchen Autotyp interessieren Sie sich?”, dann werden viele Antworten “Kompakt-Kombi”. Wenn man den Befragten dann beim Betreten eines Autohauses beobachtet, sieht man plötzlich wie er sich den Geländewagen zuwendet.

Noch schlimmer wird es bei sog. low-involvement Produkten, also den Dingen die man typischerweise im Supermarkt kauft. Man kann sicherlich fragen, “Wie häufig kaufen Sie neue Spül-Lappen?“, aber man wird keine validen Antworten bekommen.

Das ist ein gravierendes Problem für die Marktforschung, denn es gibt natürlich nicht wenige Unternehmen die sich für die Nutzung genau solcher Produkte interessieren, z.B. die Konsumgüterhersteller.

Um hier Abhilfe zu schaffen haben die Marktforscher sich immer mehr Ansätze ausgedacht, um die Produktnutzung nicht mehr zu erfragen sondern konkret zu messen. Im Falle der Konsumgüterprodukte sind das vor allem die Scanner-Panels.

Bei diesen erklären sich die teilnehmenden Haushalte bereit, dass alle Produkte, die eingekauft werden nach dem Einkauf zuhause nochmals über einen speziellen Scanner zu ziehen. Dieser Scanner ist mit dem Marktforschungsunternehmen verbunden und übermittelt regelmäßig die Ergebnisse dieser Scans. Im Ergebnis kann das Scanner-Panel hoch valide Daten zur realen Nutzung von Konsumgütern im Haushalt bieten.

Was ist Nielsen Home-Scan?

Das von ACNielsen betriebene Homescan-Panel steht außer in den USA in zahlreichen anderen Märkten zur Verfügung und wird von vielen Firmen zur Analyse und Planung ihrer Marketing-Aktivitäten genutzt.

Nielsen betreibt mit dem Homescan-Panel das weltweit führende System zur Erfassung und Analyse des Einkaufsverhaltens von Privathaushalten und es werden regelmäßig Daten von ca. 260.000 Haushalten für 27 verschiedene Länder erfasst. Die Produktdaten werden in der Regel aus den Barcodes der Produkte ermittelt und beinhalten zahlreiche Produktdetails.

Warum braucht man das überhaupt für Predictive Targeting?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Es gibt wenige Websites die sich Konsumgütern wie z.B. Halbfettmargarine widmen. Einfaches Behavioural Targeting geht also schon mal nicht, denn man findet kein Behaviour dazu.

Jetzt hat nugg.ad zwar das Predictive Targeting erfunden und damit kommt man schon um einiges weiter, denn man kann zahlreiche Merkmale die für Konsumgüterwerbung relevant sind einfach “predicten”. Das funktioniert sehr gut, wie auch schon zahlreiche Case-Studies zeigen konnten.

Allerdings ist dieser Ansatz immer noch limitiert, denn er beruht auf Befragungsdaten, die ja wie oben schon ausgeführt nur mit mittelmäßiger Qualität Informationen über die wirkliche Nutzung von Halbfettmargarine liefern können.

Da aber immer mehr Konsumgüterhersteller Online-Werbung machen wollen, wird das zunehmend zu einem Problem für die Werbeauslieferung mit Targeting.

Hinzu kommt die schiere Produktvielfalt. Wenn es also noch gut möglich ist, ein paar wichtige Details zu Autopräferenzen zu erfragen, so ist es praktisch unzumutbar in einer offenen Befragung zu fragen, “Wie viel Gramm Fleischwurst haben Sie denn ungefähr letzte Woche gekauft?”. Das Scanner-Panel liefert genau die Antwort auf diese Frage!

Also war es naheliegend unser technisches Targeting-System mit dem weltweit führenden Anbieter von Panel-Scanner-Daten zu verbinden.

(”Weltweit” ist dabei übrigens überaus wichtig, weil immer mehr Kampagnen – gerade von großen FMCG-Brands – multinational gefahren werden.)

Ist das nicht ekelhaft? Überwachungs-Staat und so?

Nein. Klar – seine Einkäufe mit einem Scanner zu registrieren und an einen Marktforscher zu melden ist nicht jedermanns Sache. Aber es ist ein fairer und sauberer Deal – die Leute werden dafür bezahlt und wissen was sie tun – und vor allem: die Daten werden natürlich nur unter maximaler Wahrung des Datenschutzes verwendet. In der Marktforschung ist es absolut undenkbar, derartige Daten mit Personenbezug weiterzugeben oder irgendwie anders als nur für Marktforschung zu verwenden.

Die Daten werden also nur für statistische Zwecke, Marktübersichten usw. verwendet und es werden keine personenbezogenen Auswertungen gemacht.

Dies ändert sich auch nicht wenn wir die Panel-Daten fürs Targeting einsetzen, denn auch hier findet nur eine statistische Nutzung statt. nugg.ad macht sozusagen Live-Marktforschung auf Basis der Panel-Daten, mehr nicht.

Und wie funktioniert das jetzt mit den Panel-Daten in der Targeting Engine?

Das ist die eigentlich spannende Frage. Denn es ist keineswegs trivial die Panel-Daten mit irgendeiner anderen Datenquelle zu verknüpfen – schon gar nicht mit den Daten eines Online-Targeting Systems.
Wir haben bei nugg.ad auch lange überlegt, ob wir überhaupt ein solches Produkt angehen sollen, da wir wissen, dass es schon zahlreiche Versuche in diese Richtung gab die dann meist in sehr mittelmäßiger Qualität mündeten. Und das sollte man dem Online-Markt nicht zumuten.

Die bisherigen Probleme haben einen sehr einfachen Grund und dieser wird allen anderen Medien in den nächsten Jahren noch sehr das Fürchten lehren. Die Amerikaner nennen es gerne “accountability”, also Messbarkeit.

Wenn man behauptet, irgendwelche Daten ins Targeting einbringen zu können, die sich nicht hart “einklinken” lassen – weil es z.B. eine einheitliche Cookie-ID gibt – dann muss man sich im Online-Marketing relativ schnell einer eindeutigen Messbarkeit bis auf Einzelfallebene aussetzen. Wenn man also z.B. behauptet Halbfettmargarine-Konsumenten von Butter-Käufern unterscheiden zu können sollte man sich vorsehen: Entweder man kann es wirklich oder man wird auf die Nase fallen – denn eine einfache Kontrollkampagne einer Agentur bringt die “Trefferquote” dann schnell ans Licht.

Das Problem ist nämlich, dass zwar Verfahren in der Marktforschung existieren, um einander fremde Datenquellen zu “fusionieren”. Aber diese Verfahren haben in der Regel explizit nicht den Anspruch eine Genauigkeit auf Fallebene herzustellen – vielmehr wird bei derartigen Fusionen ein künstlicher Datensatz generiert der vor allem im Hinblick auf Verteilungen und Anteilswerte “schön aussieht”.

Solche Datensätze sind im Prinzip mit einer Krone über einem kariösen Zahn zu vergleichen. Solange es nur ums Lächeln geht ist alles fein – beim ersten harten Biss sind die Schmerzen dann schnell groß. Ist auch kein Problem, denn in der Mediaforschung (wo hauptsächlich mit Fusionen gearbeitet wird) besteht eigentlich nie ein Interesse daran überhaupt zuzubeißen – also eine Genauigkeit auf Fallebene zu erlangen.

Im Fall eines Online-Targeting-Systems sieht das allerdings anders aus: der Ad-Server verarbeitet per Definition immer einzelne Fälle und liefert diesen konkrete Werbung aus. Und Kontrollstatistiken werden auch auf Fallebene gemacht. Online hat also mehr Biss wenn es um accountability geht. Einfache Fusionsverfahren sind daher nicht die Methode der Wahl um Konsumdaten online planbar zu machen.

Bei nugg.ad haben wir stattdessen ein Verfahren entwickelt, das versucht die Paneldaten so an konkrete Fälle “dranzuschätzen”, dass sowohl die Struktur der Daten erhalten bleibt, als auch eine ausreichende Fallgenauigkeit erzielt wird.

Mehrstufiges Fusionsverfahren (Klick! für größere Grafik)

Konkret gelingt dies, indem unser System die Anreicherung mit den Paneldaten in mehreren Schritten vollzieht – alles innerhalb weniger Millisekunden wohlgemerkt.

Bei dieser mehrstufigen Vorgehensweise wird ein Online-Fall sozusagen schrittweise in einen Panel-Fall übersetzt – dabei wird der Schätzalgorithmus nicht nur einmal bemüht sondern mehrfach aufeinander aufbauend. Die dabei eingesetzten Algorithmen sind zudem “verteilungssensitiv”, d.h. sie können schon prinzipiell eine fallweise Schätzung unter Berücksichtigung einer vorgegebenen Struktur vollziehen. Eine absolut notwendige Voraussetzung um die Panel-Schätzung erfolgreich hinzubekommen.

Auch wenn dieses Verfahren sehr gut funktioniert und die Vorgehensweise erprobt ist – von den mehr als 700 Produktkategorien des Nielsen Homescan-Panels werden wir anfangs nur sehr vorsichtig und nach ausreichender Prüfung Targeting-Variablen ableiten. nugg.ad wird dabei dem Prinzip des “non-bullshitting” treu bleiben und nur Dinge anbieten, die dann auch einer Prüfung standhalten.

Fürs Online-Marketing ist die Tatsache, dass nun europaweit die Daten des Nielsen Homescan-Panels fürs Targeting zur Verfügung stehen so oder so eine Revolution. In keinem anderen Medium ist es möglich zielgenau Margarine-Nutzer mit Werbung zu versorgen ohne den Butter-Nutzern zu viel schlechtes Gewissen zu machen. Online geht das jetzt!

Night of the Bloggers in der Bar Konvex

August 19th, 2008

Wer aufmerksam unserem Twitterstrom folgt wird es schon wissen. Für alle anderen hier noch einmal ganz offiziell. Die Night of the Bloggers hat ein zu Hause gefunden. Und zwar in der

Bar Konvex
Oberbilker Allee 26a
40215 Düsseldorf.

Die Bar Konvex ist eine geräumige und dennoch gemütliche Eckkneipe im Süden der Friedrichstadt. Die Getränkekarte ist gut sortiert. (Was mich persönlich besonders erfreut, ist das frisch gezapfte Jever aus meiner neuen alten Heimat und das gute alte Tannezäpfle aus der symbadischen Staatsbrauerei.)

Eine Küche gibt es in der Bar Konvex übrigens nicht. Als bitte gut gestärkt erscheinen.

Säfte, Limonaden, Bier und wohl auch zwei Weine werden wir bis zur Ausschöpfung unseres Sponsorings von Twingly kostenfrei ausschenken. Danach müsst ihr bitte wie schon zuvor für Cocktails und harte Sachen selbst zahlen.

Zu erreichen ist die Bar Konvex am besten mit den Straßenbahnlinien 701, 707, 708 und 711 bis Morsestraße. Von dort aus sind es dann nur noch ein paar Schritte die Oberbilker Allee entlang bis zur Ecke Philipp-Reis-Straße.